Meine schöne innere Sonne

Umgeben von Menschen und trotzdem allein. Isabelle (Juliette Binoche) lebt das Leben eines Singles in der Großstadt Paris. Sie ist eine Frau mit Vergangenheit – stark und unabhängig, als Künstlerin anerkannt, aber dafür wenig erfolgreich, wenn es um die Liebe geht. Ihre Suche nach der wahren Liebe scheitert immer wieder an der Diskrepanz zwischen ihrem Anspruch und den Kompromissen, die sie eingehen müsste. Zu groß scheint die Kluft zwischen dem, was Frauen wollen und Männer bereit sind zu geben. In ihrer Ratlosigkeit erhofft sich Isabelle ausgerechnet von einem Wahrsager (Gérard Depardieu) die Antwort auf die Frage, die sie mehr als alles andere beschäftigt – gibt es die Liebe fürs Leben oder ist sie nur eine Utopie? Juliette Binoche (Die Wolken von Sils Maria, Caché) spielt äußerst facettenreich Isabelles Suche nach der Liebe, ihre Begierde und Euphorie, ihre Enttäuschungen und die immer wiederkehrende Hoffnung. Dabei ist sie umgeben von einem Reigen an Männern, die kongenial gespielt werden von Xavier Beauvois (Leb wohl, meine Königin!), Nicolas Duvauchelle (A Decent Man), Philippe Katerine (Gainsbourg – Der Mann, der die Frauen liebte) und letztlich Gérard Depardieu (Cyrano von Bergerac), der mit seinem Gastauftritt dem Film einen legendären, fast urkomischen krönenden Abschluss beschert. Der feinsinnige, äußerst präzise Humor in MEINE SCHÖNE INNERE SONNE grenzt bisweilen ans Surreale. Claire Denis schrieb das Drehbuch gemeinsam mit der Schriftstellerin Christine Angot. Für die Kamera zeichnet wie schon oft bei Denis’ Filmen Agnes Godard verantwortlich. Pandora

AB nb JAHREN / 94 MINUTEN